NotoriousFAB an die JU
28.08.2012
Liebe JU,
Bedenken bei Natur- und Anwohnerschutz jetzt mal ausgeklammert, obwohl ich auch da weiterhin Befürchtungen habe.
Aber ward ihr schon einmal in Wetter? Dann müsste euch aufgefallen sein, dass ein Vergleich mit dem Katzenbusch ziemlich hinkt. Keine Ahnung, wie das Areal vorher ausgesehen hat, aber nach diesem Vorbild möchte ich den Katzenbusch ungerne umgestaltet sehen.
Das Forrest Adventures den Katzenbusch für sehr geeignet hält ist doch klar. Mal ganz einfach ausgedrückt: da gibts halt am meisten Bäume.
Zur Formulierung eurer Stellungnahmen:
Bestimmt jetzt die JU, welche Kritiker noch grade so okay und welche einfach nur gegen die Zukunft sind? Ich dachte, dass klärt in Herten schon die SPD 
Im Ernst: ihr müsst ja nicht mit Jeder und Jedem reden, wenn ihr glaubt, dass ein Gespräch nichts bringt. Aber die Arroganz, das schon vorab ohne weitere Angaben in die Presse zu geben hab ich bisher nur unserer selbsternanten “Hertenpartei” zugetraut.
„ Der Katzenbusch ist der beste Standort für den Kletterpark”
von: Gian Marco Brizzolara,Vorsitzender der Jungen Union Herten
Betr.: Leserbrief „Junge Union geht über Sorgen von Bürgern hinweg”
Sehr geehrter Herr Jürgens, natürlich haben wir uns auch mit anderen Standorten auseinandergesetzt. Im Ergebnis stellt der Katzenbusch den besten Standort für den Kletterpark dar. Die Firma Forest Adventures, die bereits einige dieser Parks realisieren konnte, unter anderem die Anlage in Wetter, ist nach eingehender Prüfung ebenfalls dieser Auffassung. Die Ängste der Bürgerinnen und Bürger nehmen wir sehr ernst und sehen uns in der Pflicht, ausführlich über dieses Thema zu informieren. Das erklärte Ziel ist, einen Kletterpark im Einklang mit der Natur zu betreiben, ohne den Baumbestand zu gefährden. Die Waldfläche Hertens wird
Formulierung in der ersten Stellungnahme. Gemeint sind Kritiker, die sich grundsätzlich gegen die Zukunft stellen und alles Neue ablehnen, ohne sich erst vernünftig informiert zu haben.
Die Anfeindungen gegen Herrn Grave bewegen sich im Übrigen nicht auf sachlicher Ebene. Wir als Junge Union stehen für eine konstruktive Debatte, die auf Fakten beruht. Gerne sind wir bereit, Fragen zu beantworten und über dieses Projekt zu diskutieren. Als Junge Union Herten sehen wir Chancen, die mit dem Kletterpark verbunden sind. Die positiven Erfahrungen mit der Anlage in Wetter zeigen, dass dieses Angebot sehr gut angenommen wird und zur Verbesserung der Attraktivität und des Images der Stadt beitragen kann.
„Baumbestand nicht betroffen”
durch den Kletterpark nicht verkleinert, was wir wichtig finden. Die vorgesehenen Parkplätze, welche kostenlos und von allen Bürger/innen nutzbar sein sollen, sollen auf der jetzigen Rasenfläche am Rande des Fußballplatzes angelegt werden, so dass der Baumbestand von dieser Maßnahme nicht betroffen ist. Es wird auch keine Lärmbelästigung für die Anwohner geben, was ein neutrales Gutachten belegt. Die von den Umweltverbänden geäußerte Kritik ist daher nicht gerechtfertigt. Wir entschuldigen uns für die unscharfe
Stellungnahme der FDP zum geplanten Kletterwald und hier im Besonderen der Leserbrief der „Jungen UNION“
Um eines vorab klarzustellen, die FDP ist im Grundsatz nicht gegen einen Kletterpark in Herten.
Da wir mittlerweile jedoch ausreichende Industrie-Brachflächen im Stadtgebiet Herten besitzen, würde nichts gegen eine Planung z.B. auf dem Ewaldgelände in direkter Anbindung zum Tourismuszentrum sprechen. Hier können die Kletter-Befürworter ja einmal ein wenig „googlen“, Beispiele von Kletteranlagen ohne den naturmäßigen Baumbestand zu nutzen gibt es reichlich und wurde auch auf www.unser-katzenbusch.de dokumentiert.
Erschreckend ist jedoch, mit welcher Arroganz die „Junge Union“ über berechtigte Sorgen von Bürgern hinweggeht. Zitat: „wir lehnen weitere Diskussionen mit Kritikern ab, die sich gegen die Zukunft unserer Stadt stellen.“ Wer bestimmt eigentlich was Zukunft in unserer Stadt ist. Die sogenannte CDU-Opposition mit ihrem Fraktionsvorsitzenden, der ja bekanntlich in enger Eintracht mit dem Baurat im wahrsten Sinn des Wortes oft sein Süppchen kocht?
Erschreckend auch die Unkenntnis des CDU-Schreibers, der hier versucht mit dem Argument der Gewerbesteuer die Bevölkerung auf ihre Seite zu ziehen. Wissen sie denn nicht, dass die Gewerbesteuer am Sitz des Unternehmens (also Frankfurt)fällig wird, ausgenommen die immensen Steueranteile der hier beschäftigten geringverdienenden 400,-€ Jobber?
Aber, dass sich ja zum Glück nicht jeder durch fadenscheinige Gründe täuschen lässt, ist dem zeitgleich veröffentlichen Leserbrief der Frau Berns-Ruch zu entnehmen, der in der logischen Schlussfolgerung bemerkenswert die Sache auf den Punkt bringt.
Leserbriefe in der H.A.
„Herten würde durch einen Kletterpark attraktiver“
15. Juli 2012 17:37
— Von: Gian Marco Brizzolara, Vorsitzender Jungen Union Herten — Betr.: Bericht „Klettern ja, Übernachten kaum“ — Hertener Allgemeine vom 11. Juli
Vor mehreren Wochen haben wir uns als Junge Union Herten ein Bild von dem neu geplanten Kletterpark gemacht und an einer Führung durch den Katzenbusch gemeinsam mit den Geschäftsführern von Forest Adventures teilgenommen.
Wir sind davon überzeugt, dass eine Genehmigung schnell zu erteilen ist, und lehnen weitere Diskussionen mit Kritikern ab, die sich gegen die Zukunft unserer Stadt stellen.
Als Jugendorganisation wollen wir den Kletterpark, damit unsere Stadt endlich für Jugendliche attraktiver wird. Der Wohnstandort Herten würde durch einen Kletterpark lebenswerter werden. Im Gespräch mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zeigten diese sich äußerst interessiert und drängen auf eine Umsetzung des Kletterparks.
Das Argument, der Wald werde zerstört, so wie es die Umweltverbände sagen, sehen wir als widerlegt und völlig falsch an. Die Bäume werden von den Betreibern gepflegt, weil der Kletterpark auf gesunde Bäume angewiesen ist. Zudem wird der Boden nicht zerstört, da man kleine Pfade anlegt, die mit Bändern abgesperrt werden. Alles in allem sind wir der Meinung, dass es keinen Schaden für die Umwelt gibt.
Zudem wird der Kletterpark nicht abgezäunt, wodurch der Wald der Bevölkerung immer noch zur Verfügung steht und man joggen und spazieren gehen kann.
Zuallerletzt sind wir auch aus ökonomischer Sicht völlig von dem Projekt überzeugt. Es werden Gewerbesteuern gezahlt und gastronomische Betriebe können, wenn sie sich entsprechend aufstellen, von der Entwicklung profitieren, wodurch unsere Stadt vielleicht mal wieder etwas belebt wird.
Im Namen der Jugendlichen in unserer Stadt bitten wir darum, schnell zu einer Entscheidung für den Kletterpark zu kommen.
„Warum muss so ein wunderbarer Buchenbestand zerstört werden?“
15. Juli 2012 17:35
— Von: Elisabeth Berns-Ruch, Herten — Betr.: Bericht „Klettern ja, Übernachten kaum“ — Hertener Allgemeine vom 11. Juli
Was geistert nur in den Köpfen unserer Politiker herum?
Nun hat auch die CDU „klare Stellung zum Kletterwald bezogen“. Dass die CDU nur das Echo der SPD ist, zeigt sich hier mal wieder. So einfallslos!
Eigentlich warte ich bis heute auf eine Stellungnahme seitens der CDU. Leider erhielt ich die versprochenen Unterlagen, aus denen ich die Stellungnahme der
CDU zum Kletterwald entnehmen sollte, bis heute nicht, auch nicht nach nochmaliger Rückfrage. Nun steht es fest.
Wird überhaupt auch einmal an Naturschutz gedacht? Haaallllooooo, werden Sie doch wach! Wo, bitte schön, sollen Amseln, Drosseln, Fink und Co. zukünftig brüten?
Warum muss das bisschen Natur, was uns geblieben ist, zerstört werden? So ein wunderbarer, alter Buchenbestand!
Uns wird von den Medien präsentiert, wie krank unsere Wälder sind. Aber wir haben nichts Besseres zu tun, als diesen schönen Buchenwald zu zerstören.
Der Investor plant 70 Parkplätze und ein Empfangsgebäude. Gibt Ihnen das nicht zu denken? Mein Gott, muss denn alles dem Kommerz geopfert werden?
So viele Bäume sind in den letzten Jahren abgeholzt worden (Erlenwald an der Uferstraße, der Wald am Rosengarten, der kleine Wald an der Kaiserstraße…).
Es hört sich wunderschön an: Freiwiese, Goethegärten, Sonne + … Im Ergebnis ist es leider keine Freiwiese oder Goethegärten. Nur dichte Besiedlung. Bäume sind aus den Gärten verbannt. Schauen Sie sich um. Die Bepflanzung in den Gärten allgemein erreicht maximal Kopfhöhe. Manche Bürger haben statt einer Hecke einen Maschendrahtzaun gezogen und diesen mit grüner Plastikfolie überzogen, so hat man wenigstens etwas „Grün“. Die Vorgärten entwickeln sich zu Kohlehalden…
Was soll das?
Wir zeigen mit dem Finger auf ferne Länder, weil dort abgeholzt wird, was das Zeug hält. Soweit brauchen wir gar nicht zeigen. Vor unserer Haustür geschieht genug. Sehen Sie sich um.
Haben Sie Kinder? Wollen Ihre Kinder auch noch in 20, 30 Jahren in einem lebenswerten Umfeld leben? Warum wird in den ländlichen Regionen so viel gebaut? Jeder möchte im Grünen leben bzw. wohnen. Ich meine, da steht die Politik in der Verantwortung.
Warum wird nicht ein Kletterwald auf der künstlich angelegten Müllhalde errichtet?
Oder im Ewald-Bereich? Oder auf Schlägel & Eisen? Dort werden doch Investoren gesucht?
Wir müssen uns von den Träumereien, dass sich dort große Gewerbebetriebe oder Produktionen ansiedeln, verabschieden. Die gehen ins Ausland. Übrig bleiben nur Discounter, Baumärkte, Großbäckereien, Betten-Großhandel, McDonald‘s oder Burger King und jetzt noch Asia- bzw. China-Tempel . Dafür werden große Freiflächen verbraucht (siehe Marl).
Kehren wir zum Katzenbusch zurück.
Wie wird die Müllbeseitigung im Katzenbusch geregelt? Schon heute kann die Stadt mangels Geld – dies wurde mir so von der Stadt Herten bestätigt – die ordentliche Beseitigung nicht vornehmen.
Hier noch eine Information: Zum Beispiel waren am Tag nach Pfingsten sieben städtische Mitarbeiter ausschließlich mit der Reinigung des Backumer Tals beschäftigt!
Wie bitte schön soll es in Zukunft aussehen?
Bitte ziehen Sie Alternativen in Ihre Gedanken ein!
KatzenbuschNabu lehnt den Kletterpark ab
von Florian Adamek, H.A. am 24. Februar 2012 07:12
HERTEN. Der Naturschutzbund (Nabu) Herten unterstreicht nochmal seine Position in Bezug auf die angedachte Kommerzialisierung des Katzenbuschs. Der Nabu lehnt den Kletterpark kategorisch ab und setzt sich für den Erhalt des Naherholungsgebietes ein.
In der Stellungnahme wirft der Nabu der Stadtverwaltung grundsätzlich einen unsensiblen Umgang mit naturbelassenen Flächen in Herten vor. In diesem Zusammenhang kritisiert der Naturschutzbund die Ideen der Hertener Stadtplaner, für die zukünftige Entwicklung der Kommune bis 2020 und darüber hinaus zahlreiche Neubaugebiete entwickeln zu wollen. „Für lebensnotwendiges Grün bleibt kein Platz“, schreibt Hertens Nabu-Boss Herbert Beste, der in Bezug auf den Katzenbusch befürchtet: „Der einzige zusammenhängende Buchenwald Hertens soll dem Trendsport geopfert werden.“
Als Beispiel für eine naturnahe Nutzung eines Waldgebietes wird von den Befürwortern immer wieder der Harkortsberg in Wetter an der Ruhr gelobt. Dieses Waldgebiet hat sich Herbert Beste jetzt angeschaut und kommt zu einem vernichtenden Urteil: „Dieser Hügel ist ein Restwaldstück ohne Zusammenhang, der total für den Trendsport verfälscht wurde. Mit Natur hat dieses Gelände nichts mehr zu tun. Denn: Jeder Baum ist mehrfach mit Klemmen und Seilen sowie Netzen bestückt – ein unnatürlicher Anblick.“ Außerdem gäbe es am Waldboden so gut wie keine Vegetation mehr, Trampelpfade würden das Gelände durchziehen. Der Begriff „naturnah“ wäre beschönigend.
Die Unterschriftenaktion des Nabu zeigt, dass die Bürger der Stadt für die stille Erholung und damit für den Umwelt- und Naturschutz sind. Deshalb sollte die Planungen für den Katzenbusch im Reißwolf landen. „Wir brauchen in Herten keinen neuen Rummelplatz“, schreibt der Nabu-Boss abschließend – aus der Sicht des Naturschutzbundes.
Kommentare
Anmerkung des Admin “Unser-katzenbusch.de”:
Es ist schon erstaunlich wie “mutig” sich manche Zeitgenossen in der Anonymität äußern, und dabei selbst vor Beleidigungen nicht zurückschrecken(Terrortruppe etc.). Wie Armselig spiegelt doch dann die Meinung zurück!
EmilEmscher 152 Beiträge
NABU
Eine super Truppe. Der NABU-Herten sollte sich besser mit seiner Kernkompetenz, der Pflege der zur Verfügung gestellten Flächen, beschaftigen, statt gegen jeden und alles zu Wettern.
Mittelerweile spiegelt sich in der NABU-Politik eher ein persönlicher Kampf eines vebitterten, ehemaligen Stadtteilfürsten gegen die Stadt und den ZBH wieder, als dass es noch irgendwas mit Naturschutz zu tun hat. Das nervt.
In Herten kann kein Furz gelassen werden, ohne dass sich diese Terrortruppe von Rentner und Hausfrauen äussert.
wonneproppen 1 Beitrag
Nabu
Es ist echt traurig.Der Kletterpark wäre mal was neues,wo die ganze Familie was unternehmen kann.Aber nein anstatt an die Kinder zudenken,denken sie nur an ihre Sachen.Echt Schade
andimateur 9 Beiträge
nabu
Es geht um einen Kletterpark, nicht um eine Chemiefabrik. Welchen potentiellen Schaden soll das denn bitte mit sich bringen? Am Besten lassen wir niemanden mehr rein in das Naherholungsbebiet. Ich hab bei der einen oder anderen Jogging Runde bestimmt auch schon mal einen Zweig abgeknickt.
Langenbochumer 3 Beiträge
Traurig
…so fahre ich weiterhin mit meiner Familie zum Kletterwald nach Wetter, “verpeste” dabei die Umwelt da wir nicht mit dem Rad fahren und lasse mein Geld in einer anderen Stadt.
J.Juergens 11 Beiträge
Kletterwaldalternative
Vorschlag: Wenn schon, warum nicht so etwas
auf dem Ewaldgeländer, anstatt in einem seit Generationen gewachsenen Buchenwald ?
Bevor hier polemisiert wird, machen sie sich schlau unter:
http://unser-katzenbusch.de/
textmarker 5 Beiträge
An die liebe NABU Fraktion
Sehr geehrte Damen und Herren,
nicht nur , dass es kaum noch Herten-Pro Aktivitäten in der Stadt zwecks Freizeitgestaltung gibt, nein da wird noch gegen, so wie ich finde, richtig gute Ideen (welche in letzter Zeit nur wenige zu finden sind) gewettert. Mal ist es eine fast ausgestorbene Brennessel-Art, mal weil man politisch auf sich aufmerksam machen möchte. Und warum ist der Baumbestand so alt? Weil es damals für die Holzindustrie nicht profitabel war, da die meisten Bäume Metallsplitter enthalten (Granaten, Einschüsse).
Ich würde Herrn Oberschlau von der NABU gerne mal einladen, am Wochenende zusammen durch den Katzenbusch zu spazieren. Dann würde er sicherlich schnell merken, dass es auch junge Familien in Herten gibt, die sicherlich Freude an so einer Art Freizeitgestaltung finden würde !!! Es wurden ja sogar durch den Betreiber der Kletterparks Lösungen vorgelegt, dass der Baumbestand in keinster Weise durch den Bau des Kletterparks beschädigt wird. Wenn bald nur noch Rentner in Herten wohnen, weil es keine passenden Freizeitprogramme gibt, dann braucht sich die Stadt Herten auch überhaupt nicht zu wundern, warum keine Gelder in die Kassen fließen. Ich sage ja zu Naturschutz, aber ganz klar nein zu Querulanten, so wie sich NABU seit geraumer Zeit darstellt.
Wer Rechtschreinfehler findet, darf diese auch behalten.
Ein (junger) Hertener Bürger
Springer 77 Beiträge
Sehr schade…
… dass die gleiche Diskussion aus dem vergangenen Sommer jetzt wieder aufgerollt wird und die bisherigen Argumente wie verpufft wirken.
Daher noch mal: Es geht nicht darum, dass wir (die Interessensgemeinschaft für den Katzenbusch) gegen einen Kletterpark generell sind, sondern gegen einen Kletterpark IM KATZENBUSCH. Dies hat nicht nur Gründe bzgl. des Naturschutzes, sondern steht auch vor dem Hintergrund, dass die Infrastruktur überhaupt nicht gegeben ist. Wo sollen die Leute denn parken? Die Herner Straße ist jetzt schon ziemlich voll, die Jägerstraße ist Anliegerstraße und die Katzenbuschstraße zu schmal, um Parkmöglichkeiten zu errichten. Schon allein deshalb ist dieses Projekt logistisch sehr problematisch. Auch die Anwohner würden den erhöhten Lärmpegel sicher nicht unbedingt begrüßen.
Gegen die Idee AN SICH gibt es wenig zu meckern, aber bitte nicht im Katzenbusch. Wie JJ schon anmerkte: Auf dem Ewaldgelände ist genügend Platz vorhanden und all zu weit vom Katzenbusch entfernt ist das auch nicht.
Und, lieber Emil Emscher, gestatten Sie mir die Bemerkung, dass ich Ihre Bezeichnung des NABU als “Terrortruppe” als absolute Unverschämtheit erachte. Sind Rentner und Hausfrauen für Sie minderwertige Menschen?
Dragi 163 Beiträge
Meine Güte.
Wie Springer schon schrieb, wurden im letzten Sommer gute Argumente für den Kletterpark gebracht. Ich werde mich also nicht wiederholen.
Und noch eine Information für die Gegner des Kletterparks. Der Katzenbusch wurde seinerzeit als V O L K S park hergerichtet. Und nicht als Naturschutzgebiet. Die Argumente des Nabu etc. ziehen daher nicht.
Und wenn ich schon dabei bin. Warum wettert der Nabu denn nicht gegen Tierausstellungen? DAS ist Tierquälerei. Da unternimmt der Nabu nichts? Warum?
Also nochmal. Ich bin für den Kletterpark im Katzenbusch. Das ist und bleibt ein Volkspark. Nicht umsonst wurden damals Feste und Aktionen dort abgehalten.
Springer 77 Beiträge
@Dragi
Auch wenn ich Ihre Meinung nicht teile, verdeint Ihr Post Respekt. Immerhin sind Sie in der Lage, sachlich zu argumentieren – im Gegensatz zu einigen anderen, die sich hier pausenlos mit Beleidigungen und pauschalisierenden Verunglimpfungen profilieren.
Steuerzahler 181 Beiträge
Junge Familien mit Kindern…
…sollten froh sein, dass es Menschen gibt, die sich für Umwelt- und Naturschutz einsetzen. Es ist schließlich die Umwelt der Kinder und Kindeskinder. Kurzfristiges Spaßdenken kann doch wohl nicht ernsthaft die weitere Umweltzerstörung rechtfertigen. Ich finde auch, es gibt mehr als genug Platz für Kletterparks aber kaum noch Wälder, Lebensraum für Tiere und Ruheräume für Menschen.
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KatzenbuschKletterpark ist wieder Thema beim Kreis
von Caroline Uschmann am 07. Februar 2012 07:21, Hertener Allgemeine
HERTE-SÜD. Viel diskutiert, nun wieder Thema beim beim Landschaftsbeirat im Kreis Recklinghausen: die geplante Baumhaussiedlung inklusive Kletterwald im Katzenbusch. Nachdem es im letzten Jahr bereits viel Widerstand gab, soll es nun einen neuen Ortstermin geben.
So ähnlich könnte der Klettergarten aussehen, den der Investor »Forest Adventures« im Katzenbusch plant. Quelle: Stadt Herten
Nächste Woche wollen die Mitglieder des Landschaftsbeirats einen Ortstermin vereinbaren. Und wollen sich dabei, so Thomas Schiffgens, Vorsitzender des Beirats, auf den aktuellen Planungs- und Meinungsstand bringen. Vorab soll das Thema in der Beiratssitzung nächste Woche noch einmal auf der Tagesordnung stehen.
Im Umfeld des Sportplatzes soll ein Baumhauspark mit Klettergarten entstehen. Für den Kletterpark stellte der private Investor Forest Adventures seine Pläne vor. Für den Baumhauspark, in dem Übernachtungsplätze entstehen sollen, steht bereits die Arbeitsförderungsgesellschaft GAFÖG aus Gelsenkirchen. Außerdem war schon die Ansiedlung von Lama- und Eselherden im Gespräch.
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Meldung: Wetter an der Ruhr, 04. September 2011
SPD-Fraktion besichtigt Kletterwald in Wetter an der Ruhr
Information zum geplanten Projekt im Katzenbusch
Die Fraktion vor Ort im Kletterwald |
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“Sich vor Ort solche Gelände anzuschauen und sich ein Bild über Technik und Organisation zu verschaffen ist sehr hilfreich!”, so der Fraktionsvorsitzende nach dem Besuch. Es wurde deutlich, dass der Kletterwald in seiner Organisation sehr auf den Schutz der Bäume ausgelegt ist und auch die Nachbarschaftsruhe eine große Rolle spielt: “Wir haben viele Erfahrungen gesammelt in unseren Anlagen, von denen Herten profitieren würde. So gibt es ausreichend Abstand zur Wohnbebauung, um den Lärmpegel gering zu halten.”, so der Geschäftsführer von Forest Adventures. Die Fraktionsmitglieder zeigten sich ebenso beeindruckt von den disziplinierten Besuchern der Anlage und den Planungen für Herten, keine Wege im Unterholz anzulegen, sondern die gesamte Anlage in ca. 4 Metern Höhe zu errichten. “Auf Grundlage des Besuches und den Informationen und Planungen, die der Investor vorlegen wird, werden wir dann eine politische Entscheidung treffen.”, so Carsten Löcker abschließend. |
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“Sich vor Ort solche Gelände anzuschauen und sich ein Bild über Technik und Organisation zu verschaffen ist sehr hilfreich!”, so der Fraktionsvorsitzende nach dem Besuch. Es wurde deutlich, dass der Kletterwald in seiner Organisation sehr auf den Schutz der Bäume ausgelegt ist und auch die Nachbarschaftsruhe eine große Rolle spielt: “Wir haben viele Erfahrungen gesammelt in unseren Anlagen, von denen Herten profitieren würde. So gibt es ausreichend Abstand zur Wohnbebauung, um den Lärmpegel gering zu halten.”, so der Geschäftsführer von Forest Adventures. Die Fraktionsmitglieder zeigten sich ebenso beeindruckt von den disziplinierten Besuchern der Anlage und den Planungen für Herten, keine Wege im Unterholz anzulegen, sondern die gesamte Anlage in ca. 4 Metern Höhe zu errichten.
“Auf Grundlage des Besuches und den Informationen und Planungen, die der Investor vorlegen wird, werden wir dann eine politische Entscheidung treffen.”, so Carsten Löcker abschließend.
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Verlegt die Abenteuerlandschaft für Tarzan auf die Halde”
Von: Elisabeth Berns-Ruch
Betr.: Bericht „Kein Baum wird abgesägt”
HA vom 18. August
Wie so oft, wird seitens der Stadtverwaltung wieder einmal versucht, den Hertener Bürgern Sand in die Augen zu streuen. Die Aussage von Herrn Lindner, dass kein Baum gefällt werden soll, ist doch schon mehr als lächerlich. Warum sollten auch Bäume gefällt werden? Schließlich sollen doch Baumhäuser und ein Kletterwald entstehen! Also, was soll so eine Aussage? Ich erwarte von Herrn Lindner eine Bestätigung, dass Bäume, Natur und Tierwelt nachhaltig keine Schäden nehmen, was ich mir schwerlich vorstellen kann. Was wird wohl schon ein in Auftrag gegebenes Gutachten aussagen?! Es dürfte wohl mittlerweile hinreichend bekannt sein, dass unsere Wälder geschädigt sind, dabei sind die „Grünen Lungen” für uns Menschen lebensnotwendig. Allerdings schrumpft der Baumbestand von Jahr zu Jahr. In Herten: Rodung des Erlenwäldchen in der Uferstraße, Sportplatzanlage Rosengarten, Hertener Mark, Wäldchen an der Kaiserstraße, heutiges AWO- Heim
Was hinterlassen wir nur unseren Kindern und Enkelkindern? Es stehen noch viele Fragen offen:
- Um die Sanitäreinrichtungen in der Nacht zu erreichen ist eine Beleuchtung des Waldes notwendig!
- Wird der Kletterwald eingezäunt?
Mein Vorschlag: Verlegt die Abenteuerlandschaft für Tarzan und Jane auf die Halde!
———————————————————————————Lesermeinung in der in der Hertener Allgemeinen 24.08.11
” Meldet eure Kinder lieber im nächstgelegenen Verein an”
Von: Ingrid Losch, Herten-Süd
— Betr.: zur ausführlichen Berichterstattung über den Katzenbusch
Vor 26 Jahren habe ich mir ein Haus auf der Jägerstraße angesehen, bin nach Hause nach Wanne-Eickel gekommen und habe meiner Familie erzählt, wie schrecklich schwarz und hässlich dieses Haus ist – aber das Grundstück liegt wunderschön! Gegenüber ist ein richtiger Wald mitten im Ruhrgebiet! Wir haben uns entschlossen aus dem „hässlichen” Haus etwas zu machen, weil uns die Ruhe und die unberührte Natur hier faszinierte. Soll jetzt der Wald, der natürlich gewachsen ist, den Wirtschaftsinteressen eines Investors geopfert werden? Liebe Hertener Mitbürger, schaut euch doch mal dieses schon ziemlich geschrumpfte Stückchen Natur an. Der untere Teil ist ja schon „Park” oder „Volkspark”! Soll in Zukunft Eintritt bezahlt werden für etwas, was uns allen gehört? Dreht sich nicht auch Euch der Magen um bei diesem Gedanken? Wer glaubt denn im ernst, dass uns so etwas geschenkt wird? Kinder müssen nicht neben der Haustür noch mit Aktionen überladen werden, die Geld kosten! Für einen Bruchteil des Geldes meldet eure Kinder lieber im nächstgelegenen Verein an. Lasst sie dort soziales Verhalten lernen und ihre Kräfte mit gleichgesinnten Freunden messen. Es ist vollkommen egal, ob das ein Sport-, Schach- oder Modellbauverein ist. Kinder sind überall gern gesehen und werden mit allen Mitteln und Freude unterstützt!
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Hallo Herten Video 19.08.2011 – klick aufs Bild -
Genossen wird der “Kletterwald” & “Baumhäuser” näher gebracht…….
18.08.2011
Katzenbusch Offene Fragen
Herten, 18.08.2011, DerWesten

Protestmarsch: Der NABU ist gegen einen Kletterpark im Katzenbusch. Foto: Mathias Schumacher / WAZ FotoPool
Herten. Die Wellen schlugen hoch in den vergangenen Tagen, der Süden fürchtet um sein Naherholungsgebiet. Weil Hertens Sozialdemokraten die allgemeine Verwirrung und das damit einhergehende Unbehangen vor allem auf mangelnde Informationen zurückführen, luden den Ortsverein Herten-Stadt gemeinsam mit der Stadtverwaltung am Dienstagabend an den Ort des Geschehens. Etwa 40 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung, nicht alle gingen beruhigt nach Hause.
„Wir wollten einmal ganz sachlich vorstellen, worum es da eigentlich geht, was der Rat beschlossen hat und von welchen Ausmaßen wir sprechen“, erklärt Christian Bugzel, Vorsitzender des Ortsverein. Grundsätzlich sei man von der Idee eines Kletterparks angetan: „Aber wir werden natürlich keinem Vorschlag zustimmen, bei dem die grundsätzlichen Fragen nicht geklärt sind.“ Dazu gehören etwa die Fragen nach Parkplätzen, nach Sanitäranlagen, nach Sicherheitsmaßnahmen, nach dem Schutz des Waldes. „Die Bäume werden nicht geschädigt“, betont Bugzel, „wir haben kein Interesse daran, für einen Kletterpark den Katzenbusch zu zerstören.“
Auch Stadtbaurat Volker Lindner und Dr. Siegbert Panteleit, zuständig für den Stadtumbau Herten-Süd waren vor Ort, gingen gemeinsam mit den Besuchern das Areal rund um den Sportplatz ab, versuchten Vorbehalte zu zerstreuen. So erläuterten sie die geplanten Sicherheitsmaßnahmen, betonten, dass das Gelände des Nachts nicht zugänglich ist, also auch niemand ungesichert losklettern kann, dass beim Aufbau Baumkletterer und nicht schwere Maschinen zum Einsatz kommen und so fort. Trotzdem blieb der ein oder andere Besucher skeptisch.
In den nächsten Wochen sollen nun offene Fragen geklärt und weitere Informationen gesammelt werden: „Wir werden uns eine andere Anlage des Veranstalters anschauen, um uns vor Ort ein Bild zu machen“, so Bugzel.
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Hertener Allgemeine – 18.08.11 von MATTHIAS WASCHK 
HERTEN-SÜD. Die Fronten sind verhärtet, das wurde wieder einmal deutlich. SPD und Stadtverwaltung sind grundsätzlich für einen Kletterpark im Katzenbusch, viele Anwohner und Naturschützer dagegen. Daran dürfte auch eine Info-Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Herten-Stadt gestern Abend wenig geändert haben.
Dabei glaubte Christian Bugzel, Vorsitzender des Ortsvereins, den Grund für den Unmut vieler Bürger zu kennen: „Das hat viel mit fehlender Information zu tun”, so Bugzel. „Und die Aktivitäten verschiedener Interessenvertreter haben auch nicht gerade viel mit Objektivität gemein.” Angesprochen fühlen dürfen sich hier wohl Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu). Die sind schließlich strikt gegen das Vorhaben – und blieben der SPD-Veranstaltung lieber gleich fern.
Für die ihnen angeblich fehlende Objektivität sollten Stadtbaurat Volker Lindner und Dr. Siegbert Panteleit sorgen. Letzterer ist mitverantwortlich für den Stadtumbau Herten-Süd. Doch um es vorweg zu nehmen: Nicht jeder der rund 40 Gäste mochte sich so recht anfreunden mit dem, was er da hörte. Dabei bemühten sich die beiden Offiziellen, alle im Vorfeld geäußerten Bedenken möglichst zu zerstreuen. „Kein Baum wird abgesägt werden”, so Lindner. „Und der Katzenbusch wird den Menschen auch weiterhin als Naherholungsgebiet zur Verfügung stehen. Es wird nichts eingezäunt und kein Weg wird-gesperrt.” Schließlich gehöre die naturnahe Einbettung in die Umgebung zum Prinzip von Kletterwald und Baumhauspark.
Abgeschlossen seien die Planungen freilich noch lange nicht. Auf Beschluss des Rates hin dürfe die Betreiberfirma ihre Pläne nun immerhin weiter verfolgen und konkretisieren. „Es müssen zum Beispiel Gutachten zur Umweltverträglichkeit erstellt werden”, so Lindner. „Damit sichergestellt ist, dass Bäume keinen Schaden nehmen oder schützenswerte Tierarten nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.” Den Steuerzahler koste das alles nichts: Planung und Ausführung habe der Investor zu finanzieren – ohne jegliche Zuschüsse. Auch Dr. Siegbert Panteleit suchte die Gäste zu überzeugen: „Wir wollen, dass in dem Park Naturerlebnisse für Kinder und Jugendliche möglich sind. Dazu wollen wir Aufenthaltsmöglichkeiten hier im Katzenbusch schaffen, eben auch mit Übernachtungsmöglichkeit.” Einige Gäste äußerten sich dennoch kritisch dem Vorhaben gegenüber. „Man verunstaltet hier 5 000 Quadratmeter Wald”, echauffierte sich einer. Andere wollten partout nicht glauben, dass keine Steuermittel ausgegeben werden.
Sicherheitsbedenken und Stellplatzfrage
Auch Sicherheitsbedenken wurden laut – etwa, dass Chaoten in der Nacht in den Kletterpark eindringen könnten. Daran änderte auch das Versprechen von Volker Lindner nicht, dass „die Sicherheit den höchsten Standards entspricht.” Nachts, wenn das Areal nicht bewacht wird, könne man die Kletterplattformen gar nicht erreichen. „Es sei denn, man läuft hier mit einer 20-Meter-Leiter durch den Wald”. Weitere Einwände bezogen sich auf die Parkplatz- und Verkehrssituation. Anwohner fürchten sich etwa vor Bussen, die über die Katzenbuschstraße rollen. Auch hier vermochte Lindner nicht alle Bedenken zu zerstreuen. „Es wird keine zusätzliche Fläche versiegelt.” Wo genau zusätzliche Stellplätze entstehen sollen, werde aber im weiteren Verfahren noch geklärt werden müssen.
Leserkommentare:
„Kein Baum wird abgesägt“
Stadt und SPD werben für Kletterpark im Katzenbusch
Von Matthias Waschk am 18. August 2011 12:48
Die Fronten sind verhärtet, das wurde wieder einmal deutlich. SPD und Stadtverwaltung sind grundsätzlich für einen Kletterpark im Katzenbusch, viele Anwohner und Naturschützer dagegen. Daran dürfte auch eine Info-Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Herten-Stadt gestern Abend wenig geändert haben.
Hi!
Weiß jemand, wo genau der Park enstehen soll?
Ich bin Anwohner, und frag mich halt wo demnächst mit mehr Verkehr zu rechnen ist.Danke im Voraus für jeden Hinweis!
geschrieben am 18.08.11 17:27 Demokrit 10 Beiträge
Klettergarten Katzenbusch
@ mato,
auf der Seite
http://unser-katzenbusch.de/?page_id=98
finden Sie mehr informationen.
@ Horsti
wir sind NICHT gegen einen Kletterpark, solange er nicht im Katzenbusch entsteht, dazu auch ein Link von uns:
http://unser-katzenbusch.de/?page_id=188
Vielleicht beteiligen Sie sich auch auf www.unser-katzenbusch.de im Diskussionsforum
mfg – JJ
Klettergarten
Eigentlich müsste z.B. der NABU für ein grundsätzliches Verbot der Menschheit sein, weil die verunstaltet und verdreckt die Umwelt allein durch ihre Anwesenheit. Auf, zurück in die Prähistorie.
geschrieben vor 10 Stunde 24 Minuten Dragi 66 Beiträge
Also hotte60, dass ist doch unfair
Dann würde es ja auch keinen NaBu geben.
Zu Demokrit, Sie können mir nicht erzählen, wenn der Kletterpark z.B. im Schlosspark errichtet werden würde, dass der NaBu einfach ruhig daneben stehen würde.
Im Prinzip ist es vollkommen egal wo die Pläne umgesetzt werden würden. Der NaBu wird immer dagegen sein.
Es ist richtig das der Mensch seine Umwelt zerstört. Aber wenn die Umwelt nicht zerstört wird, sollten einige in sich gehen und einmal gründlich darüber nachdenken, was diejenigen von sich geben.
Was ich beim hiesigen NaBu vermisse, sind Aktionen um Teile der Umwelt zu erhalten bzw. zu verbessern. Aber der NaBu Herten tritt nur dann in Aktion, wenn solche Pläne im Gespräch sind. Die Ausstellungen zählen in diesem Fall nicht. Sie erörtern nur, welche Tiere hier in Herten beheimatet sind.
Ich meine z.B. einen Teich anlegen oder bestimmte Bäume zu pflanzen die gefällt wurden. Solche Aktionen finden in Herten nicht statt. Und falls doch, dann in aller Stille. Denn vom NaBu oder von den Medien hört man so etwas nicht. Deshalb darf der NaBu sich nicht wundern, wenn das “plötzliche Auftauchen und Gemecker” auf Unverständnis stoßen.
stadt und spd werben für den kletterpark
hallo horsti, so darf ich sie doch nennen.es geht doch nicht darum, dass man als kritiker gegen kinder ist, sondern man versucht sachlich zu bleiben. 1.ungelöste verkehrsprobleme 2. werden sicherlich bäume zum opfer fallen, wie auch immer3. wer bezahlt den spass , wir doch alle in letzter instanz,4.der investor will doch “verdienen” und nicht zu setzen – sie brauchen doch nur das herten-forum ansehen, der investor hat nicht einmal “kohle” um
um vor dem forum die bürgersteige sauber zu halten (haltestellen -bereich vestische).5.fahren sie doch einmal nach re-suderwich, vielleicht ändern sie dann ihre meinung. gruss vom rothen-feuerwehrmann
geschrieben vor 9 Stunde 45 Minuten NotoriousFAB 27 Beiträge
Ich denke auch, dass der NaBu dagegen wäre …
…, wenn ein Kletterpark im Schloßpark entstehen sollte. Das entwertet aber keinesfalls das Argument, dass es selbst in unserem beschaulichen Herten Gebiete gibt, wo ein Kletterpark sinnvoller wäre – leider stehen da meist keine großen Bäume!
@horsti
Ich bin zwar erst 30, aber in meiner Kindheit habe ich noch in echten Wäldern Fahrradrennen gefahren und selber Baumhäuser gebaut (meines Wissens haben alle Bäume dies überlebt). Weit weg von Eltern und Aufsicht habe ich in einem ganz normalen Wald unheimlichen Spaß gehabt und habe Einiges gelernt. Auf diesem Gebiet stehen nun Einfamilienhäuser! In kommerzielle Kletterparks kommen eh nur Kinder, deren Eltern es sich auch leisten können, einen Kletterpark weiter zu fahren.
geschrieben vor 2 Stunde 16 Minuten Wandernde 1 Beitrag
Wandernde
Ein Kletterpark inmitten von Bäumen ist zwar sehr schön und eigentlich auch optimal, aber es geht auch ohne Bäume (wie man z.B. auf Norderney gut sehen kann).
Einen ebenso guten Anreiz könnte ein Kletterpark auf einer ehemaligen Zeche sein. So zwischen/an/aufIndustriegebäuden – dieser Gedanke hat was… vor allem wenn man überlegt z.B. zusätzlich einen Flying Fox vom Förderturm anzubieten 
Da die Zechen auch meist nicht so zentral liegen und mehr Fläche bieten wäre auch das Parkplatzproblem viel weniger ein Problem als z.B. im Katzenbusch.
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16.08.2011
http://www.derwesten.de/staedte/herten/Was-wirklich-im-Busch-ist-id4970053.html
Politik Was wirklich im Busch ist
Herten, 16.08.2011, Norbert Ahmann
Herten. Das Thema Katzenbusch beschäftigt halb Herten, Diskussionen treiben gar merkwürdige Blüten. Klar ist bisher, dass vielen Menschen gar nicht wirklich klar ist, was überhaupt passieren soll. Der Grund, warum die SPD, die von der politischen Konkurrenz zuletzt besonders massiv in die Zange genommen wurde, heute bei einem öffentlichen Ortstermin Licht ins Unterholz bringen will (17.30 Uhr, DJK-Stadion).
Zehn Menschen, elf Meinungen. Gerüchte, zufällige oder gestreute, die sich im Stille-Post-Verfahren verselbstständigten und irgendwann ungefiltert für bare Münze genommen wurden. Wird’s denn nun ein Klettergarten? Oder doch eher ein Lamapark? Beides vielleicht? Zehn Baumhäuser? Oder doch sogar 50? Tausende Touristen, die den alteingesessenen Hertenern ihr geliebtes Naherholungsgebiet und auch die letzte Luft zum Atmen nehmen werden?
Zig offene Fragen, die genau es noch immer zu klären gilt.
Die Grünen, die Linken, der Nabu und, und, und. Menschen mit normalem Menschenverstand und ausgeprägtem Umweltbewusstsein gaben Vollgas, schossen hier und da aber übers Ziel hinaus. Von einer Umwelt, die mit Füßen getreten werden soll, war flugs die Rede, auch die spontan gegründete Bürgerinitiative klopft mächtig auf den Busch (unser-katzenbusch.de).
Klar ist: Viele Menschen machen sich Gedanken und Sorgen über die Zukunft des Katzenbuschs, was gut so ist.
Dennoch ist wichtig zu wissen, worüber man redet, um auf Augenhöhe streiten zu können. Gemunkel und Geunke helfen niemandem weiter, was auf den Tisch muss, sind die Fakten.
So sieht das auch Christian Bugzel, eines der SPD-Schwergewichte im Rat und zudem Vorsitzender des Ortsvereins Herten-Stadt. Bislang habe er die durchaus eigenartige Debatte interessiert verfolgt, nun aber sei der Zeitpunkt gekommen, für Aufklärung zu sorgen. „Seit 38 Jahren, also mein ganzes Leben, ist der Katzenbusch die grüne Lunge vor meiner Nase. Ich kennen dort jeden Baum und jeden Strauch“, macht der Mann deutlich, wie wichtig ihm das Thema ist.
Für heute haben übrigens Baurat Volker Lindner und Projektentwickler Dr. Siegbert Panteleit zugesagt. Was derzeit wirklich im Busch ist – man kann sie fragen.
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H.A. v. 16.08
„Gegner werden als Querulanten und Miesmacher abgestempelt”
Von: Reinhard Nickerl, Herten-Mitte
Betr.: Leserbrief,, Der Volkspark Katzenbusch ist ein Park für alle Bürger”
von Werner Wisotzki – HA vom 12. August
Schönen Dank für Ihre Stellungnahme. Sachlichkeit und Vernunft sind Tugenden unserer Gesellschaft – leider enden Sie heute im Nichts. Parteipolitische Taktierereien sind heute die Wesenszüge im Kleinen wie im Großen.
Wir brauchen für dieses Projekt weder einen runden Tisch noch Gutachten, die kosten nur Zeit und Geld. Im Endeffekt bringen Sie nichts. Die Mehrheitspartei hat das Sagen, und Gegner werden als Querulanten und Miesmacher abgestempelt. So ist das heute.
Ich frage mich, gibt es nicht auch Personen, die die Mehrheit im Rat stellen, die sachverständig genug sind, auch einmal Nein zu sagen? Es schadet doch unserem demokratischen Verständnis nicht, wenn man einmal Nein sagt. Ich bin weder im Nabu noch in anderen Organisationen tätig – es ist meine persönliche Meinung. Erst stirbt der Wald – dann der Mensch, der in der Stadt lebt.
H.A. v. 13.08
„Aufgeheizte Diskussion um den geplanten Klettergarten”
— Von: Manfred Sasse, Herten-Süd
— Betr.: Leserbrief „Herten-Süd ist bekannt genug – auch ohne einen Klettergarten”
— HA vom 9. August
Vielen Dank für die Glückwünsche, Klaus Peter Schiebold. Wie aufgeheizt die Diskussion um den erst in Planung befindlichen Klettergarten ist, merkt man an Ihrem Kommentar zu meinem Artikel. Es war keine Ironie, welche in meinem Leserbrief angeblich verpackt war, sondern meine Meinung. Ich finde es äußerst interessant, wie manche Bürger meinen, sie wüssten, was andere denken. Woher wollen Sie wissen, was Jugendliche tun würden, wenn man ihnen sinnvolle Möglichkeiten der Freizeitgestaltung anbietet? Durch meine langjährige Erfahrung in Zusammenarbeit mit Jugendlichen, ist mir eine sinnvolle Orientierung und Aktivierung nicht unbekannt. Außerdem hoffe ich, dass durch solch eine Einrichtung wie Klettergarten und Baumhäuser weitere Aktivitäten im Verbund mit der Halde Hoheward entstehen. Abschließend sei zu sagen, dass man das Projekt auch als Möglichkeit sehen kann, die Natur (Übernachtung/Baumhäuser) den Menschen wieder näher zu bringen.
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H.A. v. 13.08
Unterschriften gegen Kletterpark
HERTEN-SÜD. Der Stadtverband der Hertener Linken wird heute Samstag, 13. August, einen Infostand in Herten-Süd anbieten. Dabei haben die Bürger die Möglichkeit, sich in die Unterschriftenlisten gegen den geplanten Klettergarten im Katzenbusch einzutragen. Die Aktion findet auf dem Hans-Senkel-Platz (Höhe Sparkasse) in der Zeit von 10 bis 13 Uhr statt. „Die Linke in Herten wird bis zur endgültigen Entscheidung im Rat die Zeit nutzen, um möglichst flächendeckend Unterschriften gegen das geplante Projekt zu sammeln. Diese werden wir dann im Anschluss der Bürgerinitiative, “Rettet unseren Katzenbusch’ überreichen”, erklärt Linke-Stadtverbandsvorsitzender Fabian Lindemann.
„ Der Volkspark Katzenbusch ist ein Park für alle Bürger”
— Von: Werner Wisotzki, Vorsitzender der DJK Spvgg Herten
— Betr.: Geplanter Klettergarten im Katzenbusch
H.A. 12.08.2011
Liebe Hertener Bürger und insbesondere Herten-Süder, ich bin selber ein „Süder Junge” von Kopf bis Fuß und bin erschüttert.
Aber bitte, was läuft hier ab? Erwachsene Menschen unterhalten sich in der HA, wie kleine Kinder es eigentlich im Chat machen. A kritisiert B. C lacht über D. E nennt es Skandal. Menschen mit Alpträumen, weil auf Lamas geritten wird. Kinder sollen dann aus 200 Metern Entfernung in Fenster an der Jägerstraße schauen können. Liebe Bürger, geht es Ihnen noch gut? Wir müssen alle an einen Tisch und uns vernünftig unterhalten. Bitte Schluss damit.
Ich habe selber aber noch Fragen, die Sie mir, liebe Briefschreiber, vielleicht beantworten können. Vorjahren fanden rund um den Friedhof und den Katzenbusch, immer zu Pfingsten, die bekannten Radrennen statt und wurde von Tausenden bejubelt. Da gab es den Friedhof doch schon. Oder nicht?
In den 70ern kam Trimmi, derTrimm-Dich-Pfad im Katzenbusch. Sind damals die Hasen und Füchse mit Rucksack, Socken und Schuhen nach Stuckenbusch ausgewandert?
Warum stehe ich von der DJK Spvgg Herten, trotz Aufruf in der HA, am „Herten-Putztag” mit meinen Vorstandskollegen immer alleine da? Wer von Ihnen ist schon Mitglied im Förderverein Katzenbusch?
Wenn Sie Ihren Katzenbusch so lieben, dann definieren Sie bitte mal „Volkspark Katzenbusch”. Ein Park für alle Bürger steht unter dem Strich. Ältere Menschen gehen spazieren oder führen den Hund aus. Erwachsene betreiben Jogging und Nordic-Walking. Das alles machen Kinder aber nicht. Doch auch sie haben ein Recht auf den Volkspark. Oder nicht? Alle Bürger sagen, dass in Herten etwas passieren muss. Plant man etwas, ist es auch nicht gut.
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„Neue Attraktionen – aber nicht in ruhigen Waldgebieten“
11. August 2011 10:35
Von: Fabian Lindemann, Stadtverbandsvorsitzender Die Linke
— Betr.: Kletterpark im Katzenbusch
Zitat aus der öffentlichen Bau- und Betriebsbeschreibung der GAFÖG: „Der gemeinsame Empfangsbereich verdeutlicht den späteren Besuchern […] das Walderlebnis als Gesamtkonzept“. Man mag mich engstirnig nennen, aber für ein Walderlebnis brauche ich zwei Dinge: Ruhe und einen möglichst natürlichen Wald! Ähnlich sehen es wohl die vielen aktuellen Besucher des Katzenbuschs; immerhin reden wir hier von einem Wald, der von zahlreichen Bürgerinnen und Bürger als Naherholungsgebiet genutzt wird. Es gibt zahlreiche Standorte in Herten, die einen Kletterpark als Aufwertung gut gebrauchen könnten und von der Ausrichtung aus besser passen würden. Z.B. wurde das Backumer Tal damals ja durchaus als Sport- und Erholungspark konzipiert. Ein weiteres großes Prestigeobjekt neben dem Copa würde Backum gut tun. Der Nachteil: in Backum gibt es keine Bäume, die mit Steuergeldern aufgeforstet wurden und über ein Jahrhundert lang gewachsen sind … also keine schon gegebenen Bauelemente. Zum Thema Naturschutz sagt auch die GAFÖG, „dass der Baum ein Lebewesen ist, das nur für eine gewisse Zeit im Dickenwachstum eingeschränkt sein darf“. Daher würde der Park im Winter „um- und ausgebaut“. Noch schonender wäre es, die Bäume in Ruhe zu lassen und ich kann mir nicht vorstellen, dass Buchen sich über ein jährliches An- und Abschnallen von Plattformen freuen werden. Das weder in der Ratsvorlage noch im Konzept der potenziellen Betreiber näher auf Naturschutz eingegangen wird, stimmt bedenklich. DIE LINKE in Herten befürwortet die Ansiedlungen von neuen Attraktionen in unserer Stadt, aber nicht in ruhigen Waldgebieten. DIE LINKE in Herten befürwortet außerdem, die Vorzüge unserer Stadt auch in der Touristik offensiv zu vertreten … und dazu gehört auch der Katzenbusch in seiner jetzigen Form. Wir fordern die Verwaltung auf, wirkliche Bürgerbeteiligung zu schaffen und von Beginn an transparent zu agieren. Die Ängste der Anwohnerinnen und Anwohner kann man nicht mit einer einzigen Alibiveranstaltung nach § 3 Abs. 1 BauGB beantworten. Wir fordern auch die sozialdemokratische Fraktion auf, Diskussionen zu fördern und sich nicht mit dem Hinweis auf ihre Ratsmehrheit allen Fragen zu entziehen
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„Herten-Süd ist bekannt genug – auch ohne einen Klettergarten“Von: Klaus-Peter Schiebold, Herten-Süd
Betr.: Leserbrief „Große Möglichkeit für Herten-Süd, bekannt zu werden”
von Manfred Sasse
auf: HA vom 5. August
Glückwunsch Herr Sasse, das ist wirklich gekonnt, wie Sie die Ironie in Ihrem Leserbrief so verpacken, dass man glaubt, Sie meinten es ernst. Das war doch wohl Ironie oder sollte ich mich täuschen? Als ob Jugendliche, die ansonsten rumhängen, das Geld haben, ihre Freizeit regelmäßig in einem Klettergarten zu verbringen. Glauben Sie denn, der Spaß wäre kostenlos zu haben? Dann sollten Sie sich mal über die Preise informieren“ Den Bekanntheitsgrad Herten-Süds von einem die Natur zerstörenden Klettergarten abhängig zu machen, ist ja wohl auch nicht ernst gemeint. Da fallen mir andere Sachen ein, z. B. die Katzenbusch-Kicker. Die machen mit ihren sportlichen Aktivitäten Herten -Süd wohl eher bekannt, zumindest bei den Fußballfreunden. Wenn man dann noch die Schlaglochpiste Katzenbuschstraße mit Tempolimit 10 nimmt, über die der Katzenbusch erreichbar ist, oder das defekte Horizont-Observatorium, das seit seiner Errichtung von einem Bauzaun umgeben ist, dann ist Herten-Süd, wenn auch im negativen Sinn, bekannt genug. Da brauchen wir nicht noch zusätzlich einen Klettergarten.
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Artikel erschienen am 8.8.11
Diskussion um den Klettergarten „ gehört versachlicht”
Gespräch mit Betroffenen und Fachleuten suchen”
Von: Christian Bugzel, Vorsitzender SPD OV Herten-Stadt, gekürzt
Betr.: Diskussion um den geplanten Klettergarten im Katzenbusch
Die Diskussion gehört versachlicht; Objektivität sollte wieder hergestellt werden Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Herten hat eine klare Aussage zu den Planungen der Stadtverwaltung getroffen.
Wir haben im Rat der Vorlage zum Kletterwald nur mit Bedingungen zugestimmt. Sollten diese Bedingungen nicht erfüllt werden, wird die SPD den weiteren Planungen nicht zustimmen. Dies geschah übrigens im großen Einvernehmen, also auch mit der CDU-Fraktion. Wir haben ein klares Konzept für die Planungen zum Kletterwald, aber auch zu den zehn Baumhäusern zur Übernachtung von Schulklassen gefordert. Dieses muss bspw. eine Lösung der Parkplatzproblematik, der Toilettensituation (im Einvernehmen mit der DJK Spvgg.), der ökologischen Unversehrtheit des Waldes, etc. enthalten. Im Klartext noch einmal: Kein Konzept bedeutet kein Baumhaus und keinen Kletterwald. So viel zur Wahrheitsfindung. Damit wir uns ein objektives Bild machen und sachliche Bedenken vorgetragen werden können, wird der Ortsverein der SPD Herten-Stadt zeitnah einen Ortstermin mit den verantwortlichen Planern durchführen. Wir laden dazu alle interessierten Bürgerinnen und Bürger bereits jetzt herzlich ein. Der genaue Termin wird noch über die örtliche Presse bekannt gegeben.
Im Vordergrund wird dabei eine ehrliche und offene Diskussion stehen und keine Panikmache, wie es scheinbar durch einseitig gelenkte Interessenvertreter bisher der Fall war.
Von: Michael Otta, Mitglied der SPD-Ratsfraktion
Betr.: Diskussion um den Klettergarten
Die vielfältigen Kommentare und Bewertungen zum Thema „Kletterpark im Katzenbusch” haben mich dazu veranlasst, auf diesem Weg einige Sachverhalte klarzustellen.
Zunächst möchte ich vorausschicken, dass der Kletterpark keineswegs eine Idee der SPD ist, was fälschlicherweise schon gelesen werden konnte. Im Gegensatz zu so mancher Kleinstfraktion setzt sich die SPD-Fraktion aber ernsthaft mit dem Thema auseinander, anstatt direkt mit dem Radau-Schlagen zu beginnen, bevor man weiß, worum es überhaupt geht. Der Bau des Parks ist ja keineswegs beschlossen Vielmehr ist der Investor nun in der Pflicht, darzulegen wie er sich dieses Projekt vorstellt.
Die überaus wichtigen Fragen nach Naturschutz, Hygiene, Parksituation, Belastung des Sportvereins und Belästigung der nächsten Anwohnermüssen unbedingt geklärt werden. Sollten diese Fragen nicht in befriedigender Weise beantwortet werden, so wird die SPD-Fraktion
das Projekt Kletterwald sicher nicht unterstützen Sicherlich wird die SPD aber nicht dem Beispiel anderer folgen und dieses Thema gnadenlos populistisch ausbeuten. Wir werden vielmehr das Gespräch mit Betroffenen und Fachleuten – sowohl aus dem Bereich Planung und Freizeitwirtschaft als auch aus dem Feld des Naturschutzes – suchen, um Möglichkeiten und Gefahren gewissenhaft einschätzen zu können
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Hertener Allgemeine: CDU-Kritik am Klettergarten wird lauter
Von Frank Bergmannshoff am 03. August 2011
HERTEN. In der CDU wird die Kritik am geplanten Klettergarten im Katzenbusch lauter. Der Ortsverband Herten-Mitte/Süd schließt sich ausdrücklich dem Protest des Naturschutzbundes an.
So ähnlich könnte der Klettergarten aussehen, den der Investor »Forest Adventures« im Katzenbusch plant. Quelle: Stadt Herten
„Die von der SPD und einem privaten Investor vorgeschlagenen Pläne, in einem Wald- und Naherholungsgebiet einen Kletterpark zu errichten, stoßen auf größtes Unverständnis“, betont Ortsverbandsvorsitzender Andreas Wietfeld in einer Pressemitteilung. Er wirft dem Hertener Projektverantwortlichen Dr. Siegbert Panteleit und dem Investor vor, die „Hausaufgaben nicht gemacht“ zu haben. Im Ratsausschuss für Arbeit, Stadtentwicklung und Umwelt hätten sie Fragen zu Sanitäranlagen, Parkplätzen und der Energieversorgung nicht beantworten können.
Auch den Plänen, im Katzenbusch zehn Baumhäuser zu errichten, kann der CDU-Ortsverband nichts abgewinnen. Andreas Wietfeld: „Zwischen Herner Straße, Jägerstraße und Waldfriedhof sollen demnächst Reisebusse aus dem Kleinod und Naherholungsgebiet einen Ferien- und Freizeitpark machen.“
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Kommentar:
v. PanPavlakoudis
Sicherlich sollten wir nicht jedem Projektwunsch nachkommen!
Die Dimensionen spielen eine genauso große Rolle, wie die Frage nach der Infrastruktur. Es muss für Herten passen und wenn es nicht der Katzenbusch ist, dann evtl. (nach denselben Kriterien) das an der Autobahn angrenzende Waldgebiet (Ewald und/oder Schloßpark). Nur, wem nützt es, wenn für 2-3 Arbeitsplätze ein riesiges Waldgebiet vergewaltigt wird und etwaige Gewinne nicht in Herten bleiben? Die benötigte Infrastruktur (Parkplätze, Sanitäreinrichtungen, Gastronomie, Zufahrten etc.) wird wahrscheinlich genau soviel Wald zerstören, wie das eigentliche Projekt, abgesehen davon, dass ein solches Vorhaben unwiederbringliche Naturschäden verursacht.
Zur Entscheidung der SPD, das Vorhaben zu unterstützen, ist nur eins zu sagen: Nicht die Mitglieder der SPD Ortsvereine haben den Kurs ihrer Partei beschlossen. Vielmehr einzelne SPD-Ratsmitglieder im stillen Kämmerlein, die sich demnächst zu verantworten haben. Partei-Demokratie sieht anders aus!
WAZ
31.07.2011
http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/Widerstand-gegen-Klettergarten-waechst-id4923059.html
Katzenbusch in Herten Widerstand gegen Klettergarten wächst
Unser Vest, 31.07.2011, Julia Philipp
Herten. Der Widerstand gegen den Klettergarten im Katzenbusch wächst. Vorläufiger Höhepunkt: eine Protestaktion direkt vor Ort.
Die einen protestierten aus Naturschutzgründen, die anderen aus Ärger über das Vorgehen der Verwaltung. Das eigentliche Problem offenbarte sich aber schon nach wenigen Minuten, in denen hitzig und emotional diskutiert wurde: Kaum jemand ist richtig über das Vorhaben informiert.
Der Hintergrund: Die GAFÖG, die gemeinnützige Arbeitsförderungsgesellschaft Gelsenkirchen, hatte im Rat 20. Juli beantragt, dass ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt wird. Im Katzenbusch sollen in unmittelbarer Nähe zum Sportplatz ein Klettergarten und zehn Baumhäuser zum Übernachten gebaut werden. Ziel ist die Tourismus-Förderung. 50 Schlafplätze für Kinder und Jugendliche sollen entstehen.
Zehn Baumhäuser? Etliche Teilnehmer waren von 50 ausgegangen, was Naturschutz-Urgestein Herbert Beste (Nabu) revidierte. Doch für den Initiator der Kundgebung machen auch „nur“ zehn Baumhäuser die Sache nicht besser. „Es werden sieben Hektar Wald geopfert. Die Natur wird zerstört und mit der stillen Erholung ist es vorbei.“
Immerhin sei der Katzenbusch einer von nur zwei Buchenwäldern in Herten. Da dürfe weder der Boden mit Holzplatten abgedeckt werden, wie es die Planung für den Klettergarten vorsieht, noch dürften Plattformen an den Bäumen angebracht werden, denn diese behinderten trotz angeblich rindenschonender Klemmtechnik das Wachstum der Bäume.
Für den Künstler „Punky“ alias Christian Bahr aus Herten ist das alles „nur Stimmungsmache“. Er gehört zwar weder zum Investor noch zur Stadtverwaltung oder zur Initiative „Standort- und Projektentwicklung“, die hinter dem Projekt steht, bei den Sommerfesten der Initiative hatte er allerdings mitgewirkt. Mit den Festen für Kinder wurde das Projekt in den letzten zwei Jahren beworben. „Ich kann die Sorgen aber nachvollziehen und höre sie mir erst einmal an, bevor ich mir eine Meinung bilde“, sagte er während eines Rundgangs über die Wege, die den möglichen Kletterwald umgeben würden.
Kurz vorher war er von einigen Teilnehmern verbal attackiert worden, als er darauf hinwies, dass ein Bild des Empfangsgebäudes fälschlicherweise für das eines Baumhauses gehalten wurde.
Ähnlich erging es auch An-drea Eikelmann vom Verein Prachtlamas, dessen Tiere in Zukunft im Katzenbusch ein neues Zuhause finden könnten. Energisch und emotional wies sie darauf hin, dass die Lama-Farm nicht zum Klettergarten und den Baumhäusern gehöre – wieder eine Folge mangelnder und falscher Information. Erst während des Rundgangs sollten sich die Gemüter beruhigen.
Von Seiten der Stadt ließ sich offiziell niemand bei der Kundgebung mit knapp 60 Teilnehmern blicken. Dafür aber Vertreter der Grünen, der FDP und der Linken, die gerade dabei sind, eine Bürgerinitiative gegen den Klettergarten ins Leben zu rufen.
Auch die Fußballer der im Katzenbusch spielenden DJK Spvgg. Herten mischten sich spontan ein. Die größte Sorge: Baumhausgäste würden letztlich doch nur ihre Sanitäranlagen benutzen.
Zum Thema Kletterpark und Baumhütten
Dicke Luft im Katzenbusch
Von Raphaela Willwerth am 31. Juli 2011 18:10, Hertener Allgemeine
HERTEN-SÜD. Hitzige Diskussionen und dicke Luft statt Vogelgezwitscher, wütende Bürger und Ratsmitglieder statt entspannter Spaziergänger: Mehr als 60 Gegner und Befürworter des geplanten Kletterparks im Katzenbusch versammelten sich vor Ort zum verbalen Schlagabtausch.
Seit Wochen ist der für 2013 geplante Klettergarten mit anschließendem Baumhauspark im Katzenbusch ein großes Streit-Thema. Jetzt organisierte der Naturschutzbund (NABU) ein offenes Treffen mit Ortsbegehung – und bot damit die Plattform für erste öffentliche Streitgespräche und Meinungsaustausch. Lokalpolitiker, empörte Anlieger sowie Vertreter der neuen Bürgerinitiative „Rettet unseren Katzenbusch“ griffen die Gelegenheit beim Schopfe. Ebenfalls vertreten: Der Verein „Prachtlamas e.V“, der ein paar Gehminuten nordöstlich auf dem Gelände des früheren Schachts 5 eine Lama-, Esel- und Wanderziegenherde für therapeutische und erlebnispädagogische Zwecke plant.
„Wir wollen uns vor Ort ein Bild machen und nicht wie die Herren im Rathaus entscheiden, ohne etwas gesehen zu haben“, sagt Herbert Beste, Vorsitzender des NABU. Bei dem rund einstündigen Rundgang durch den Katzenbusch zeigt der Vorstand den Interessierten anhand der Investoren-Pläne, an welchen Stellen später die geplanten Kletteranlagen und Gebäude entstehen sollen.
Schnell wird deutlich, dass der Naturschutzbund den Kletterpark auf den Boden der Tatsachen zurückholen will. Denn so schillernd die beiden privaten Investoren die Pläne für die eventuelle Kletter-Attraktion auch darstellen, die Naturschützer sehen keinerlei Anlass für Euphorie. „Gerade im Jahr des Waldes wollen wir international ein Bewusstsein für Grünflächen schaffen – und hier in Herten soll der Buchenwald parallel einem Vergnügungspark zum Opfer fallen?“ Herbert Beste ist empört. Denn bereits jetzt seien nur 14 Prozent des Stadtgebietes bewaldet. Für die vom Gelsenkirchner Investor GAFÖG geplanten zehn Baumhäuser würden rund 5 000 Quadratmeter Wald beeinträchtigt, hinzu kommen rund sieben bis zehn Hektar Wald für den Kletterpark des Unternehmens „Forest Adventures“ (die HA berichtete). Dass der Hertener NABU in Bezug auf die Pläne Probleme mit dem Naturschutz sieht, erklärt sich von selbst: „Sicher werden dafür nicht nur viele Bäume abgeholzt, sondern auch die wertvolle Krautschicht wird den auszulegenden Holzpaneelen und Trittflächen zum Opfer fallen. Nicht zu vergessen sind die Vermüllung der Landschaft und die Verdichtung des Waldbodens“, sagt Naturschützer Beste. Da helfen seiner Meinung nach auch die angeblich rindenschonenden Klemmsysteme für die Kletterinstallationen nichts, schließlich beeinträchtigten diese das Wachstum der Bäume. Einziger Anlass zur Freude: die rege Bürgerbeteiligung. „Wichtig ist, dass die Bevölkerung Signale gibt, dass wir unseren Wald erhalten wollen“.
Denn ganz abgesehen von den Schäden für die Natur sei es nach der Eröffnung des Parks mit der Ruhe und Erholung im Katzenbusch vorbei. Manche Bürger fürchten, dass nicht nur sportliche Aktivitäten wie Joggen oder Walken beeinträchtigt werden, sondern dass sogar die Totenruhe auf dem nahegelegenen Waldfriedhof gestört werden könnte.
Wenig einleuchtend findet der NABU-Vorstand auch die wirtschaftlichen Argumente der Investoren: „In einer Saison von Mai bis Oktober sollen nur zwei Hauptamtliche eingestellt werden. Da läuft auf jeden Fall nichts Produktives“, glaubt NABU-Vorstandsmitglied Ralph Bernatz.
Dazu Kommentare:
geschrieben am 31.07.11 20:59 steffi76 12 Beiträge
Bitte???…
sondern dass sogar die Totenruhe auf dem nahegelegenen Waldfriedhof gestört werden könnte….
Das ist doch jetzt wohl ein Witz, oder???
geschrieben am 31.07.11 22:46 lekkermeisje 80 Beiträge
Da sieht man,
was zuviel frische Luft in manchen Körpern anrichten kann. . .
geschrieben Dragi 53
BeiträgeDie Totenruhe wird gestört?
Jeder har seine Meinung, was ich befürworte. Aber, möchte mir bitte einmal jemand erklären, warum die Personen die den Kletterpark etc. besuchen auch dem Friedhof rumturnen sollen? Das ist nach meiner Ansicht unlogisch. Ich gehe auch nicht auf einen Friedhof wenn ich Entspannung und Erholung möchte. Das ist definitiv der falsche Ort.
Also, das Argument vom NaBu zieht nicht bei mir. Ich finde das sehr überzogen und spannt den Bogen ziemlich weit.
geschrieben Bartleby 3 Beiträge
Ohh Gott, …
Schaut euch mal das Bild an. RENTNER.
Ihr habt an allem was zu meckern. Ihr könnt es nicht brauchen, es ist also Müll. So verzweifelt wie die Rentner zur heutigen Zeit. Da ist ja selbst ein Kinderschrei zu viel. Wart ihr nie klein? Egal wo was gemacht werden soll, ihr habt was dagegen. Die Zeit steht nicht still. Ganz im Gegenteil. Wir brauchen Veränderungen, denn ihr (Rentner) habt euch die Taschen voll gemacht, und nach euch die Sintflut.
Zum Friedhof. ich wette von denen die da liegen wird sich keiner beschweren. Es sind nur die, die da in naher Zukunft selber landen.
Wenn wir “Jungen Leute” eure Probleme hätten wären wir sooo Glücklich. Man man man. Schämt euch.
geschrieben Saskia 1 Beitrag
Wir brauchen keinen Kletterpark in Herten!
Ich bin gegen einen solchen Kletterpark in Herten. Wozu brauchen wir den? Es gibt in der Nähe genug Möglichkeiten zu klettern, da müssen wir nicht noch den Katzenbusch opfern. Wer soll da überhaupt hingehen? Kaum ist irgendetwas in Mode, da laufen gleich alle hinterher, ohne überhaupt mal nachzudenken welchen Nutzen und welche Folgen das Ganze hat. Wir brauchen nicht alles in Herten – man kann auch auf Angebote in der Umgebung zurückgreifen. Wenn Städte sich unterscheiden wollen, dann sollten sie etwas einmaliges erschaffen und keine “Erfolgsrezepte” kopieren, denn dann gleicht am Ende wieder eine Stadt der anderen. Ich hoffe dieser Kletterpark wird nicht errichtet. Erstens sehe ich es als Zerstörung von Natur an und zweitens wird er kaum als Abgrenzungsmerkmal gegenüber anderen Städten dienen.
Es wäre eine Schande diesen Kletterpark im Katzenbusch oder sonst wo im Stadtgebiet zu bauen!
Hallo Herten, 30.7.2011
Protest gegen Kletterpark
Die Ortsgruppe Herten des Naturschutzbundes veranstaltet am Samstag, 30. Juli, eine Protestkundgebung gegen den geplanten Bau eines Kletterparks im Katzenbusch. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr vor dem Eingang zum Sportplatz Katzenbusch. Zu diesem Thema hat sich außerdem eine Bürgerinitiative gegründet, die den Bau dieses Freizeitparks verhindern will (www.unser-katzenbusch.de).
Vertreter aus den Parteien FDP, Die Linke, UWG, HFB sowie Pro Herten wenden sich gegen die Pläne der Gemeinnützigen Arbeitsförderungs-Gesellschaft Gelsenkirchen (GAFÖG), die einen Kletterwald samt Baumhauspark auf einer 7 ha großen Fläche im Katzenbusch errichten will. Die GAFÖG hatte im Juni einen Antrag an die Stadt Herten gestellt zur Aufstellung eines Vorhaben- und Erschließungsplanes für dieses Projekt. Im Planungsausschuss am 14. Juli hatte sich keine Mehrheit für diesen Antrag gefunden. Der Rat der Stadt – als Entscheidungs-Gremium – genehmigte schließlich diesen Antrag am 20. Juli.
Beim Vorhaben- und Erschließungsplan handelt es sich um eine besondere Form eines Bebauungsplans, den der Antragsteller – die GAFÖG – selber aufstellt. Die Planungen münden dann in einen Durchführungsvertrag mit der Stadt, in dem sämtliche Details festgelegt werden und der dem Rat zur Genehmigung vorgelegt werden muss.
Die GAFÖG will in Zusammenarbeit mit der Firma Forest Adventures (“Waldabenteuer”) den westlichen Teil des Katzenbusches für ihr Vorhaben nutzen. In zehn Baumhäusern (neben dem Aschenplatz) sollen 50 Übernachtungsplätze für Kinder und Jugendliche in luftiger Höhe entstehen. Des weiteren soll ein Empfangsgebäude gebaut werden, über das die Besucher in den Kletterwald und zu den Baumhäusern gelangen. “Die Besucher müssen nach Einlass den Waldboden nicht mehr betreten”, heißt es in dem Antrag der GAFÖG. Deshalb sei die bisherige Nutzung des Katzenbusches “nicht beeinträchtigt.” Eingezäunt wird dieser Park laut Antrag nicht.
Förster haben nach Angaben der GAFÖG im Vorfeld die Bäume dieses Waldes für den Bau von Baumhäusern und als “Masten” eines Kletterwaldes für geeignet erklärt. Der Park soll von Ende März bis Mitte November geöffnet sein. Der Antragsteller rechnet mit 40.000 Besuchern pro Saison sowie 3000 Übernachtungen in den Baumhäusern und geht davon aus, dass die meisten Gäste per Bus oder Fahrrad anreisen. Den Bedarf von Parkplätzen beziffert die GAFÖG mit 56.
“Zwei bis drei feste Mitarbeiter-Stellen” sollen in dem Kletterpark geschaffen werden; außerdem sollen 35 Aushilfskräfte im Einsatz sein. Das betroffene Gelände gehört der RAG Montan Immobilien sowie dem Grafen Droste zu Vischering von Nesselrode und ist ausgestattet mit einem so genannten Erbbaurecht zugunsten der Stadt Herten. Nach der Genehmigung des GAFÖG-Antrages im Rat soll bald eine frühzeitige Bürgerbeteiligung in Form einer Informations-Veranstaltung folgen, in der Bürger sich mit Anregungen und Bedenken in die Planung einbringen können.
Text: Günter Mydlak
„Lamaritt durch unwegsames,, mir seltsam unvertrautes Gelände”
Von: Ulla Schulz, Langenbochum 30.07.2011
Betr.: Klettergarten und Lamas in Herten-Süd
Ich hab geträumt heut’ Nacht… Ach, was für ein Traum! Ich saß auf einem Lama und ritt seit Stunden durch Unwegsames, mir seltsam unvertrautes Gelände Panflötenklänge begleiteten meinen Ritt. Da, eine Gruppe Indios in ihren bunten Gewändern musiziert fröhlich am Wegesrand. El Condor Pasa… Wo bin ich? Werde ich gleich, nach der ächsten Wegbiegung, die schneebedeckten Gipfel des Himalaya-Gebirges entdecken? Werde ich Reinhold Messner auf einer seiner Expeditionen begegnen? Alles scheint möglich. Die Vegetation ist erstaunlich Manch Wanderer begegnet mir, immer wieder über die Lamaausscheidungen hüpfend.
- Weiter geht’s. Doch, was ist das? Die nächste Wegbiegung ist erreicht.
Das gibt’s doch gar nicht Der Obelisk, ich sehe den Hertener Obelisk, oh mein Gott. Ich wache auf. Schweißgebadet. Unendlich froh. Alles nur geträumt!
Hertener Allgemeine 29.07.2011 1. Lokalseite
Bürgerinitiative will den Katzenbusch retten
Gegenwind für die Kletterpark-Idee / Grüngürtel nicht dem Kommerz opfern
HERTEN-SÜD. (eki) Die Idee von einem Klettergarten mit Baumhäusern im Katzenbusch finden nicht alle klasse. Der Naturschutzbund in Herten zum Beispiel. Nun formiert sich auch in Kreisen der Politik der Protest. „Rettet unseren Katzenbusch” soll gleichzeitig Name und Programm einer neuen Bürgerinitiative sein.
Die kleinen Fraktionen im Hertener Stadtrat wollen ein Bündnis schmieden gegen den Kletterpark. Wie berichtet arbeitet ein privater Investor an Plänen für den Kletterpark im Hertener Süden. Eine Verein möchte im Katzenbusch außerdem ein Gehege für Lamas und Esel einrichten. Von dort aus sollen Ausflügler mit den Tieren Touren auf die Halde unternehmen.
Am Mittwochabend trafen sich Mitglieder der Ratefraktionen von FDP, Die ‘LINKE, UWG, HFB sowie vom/Wählerbündnis Pro-Herten. Ihr Thema: Wie kann verhindert werden, dass ein großer Teil des Erholungsgebietes Katzenbusch kommerziellen Interessen wie Kletterpark, Baumhaushotel etc. geopfert wird? „Einigkeit besteht bei allen Beteiligten darin, dass hier kurzfristiges gemeinsames Handeln gegen diesen unsinnige Plan gefragt ist”, sagt HFB- Ratsherr Joachim Jürgens. „Hier müssen alle ins Boot genommen werden. Örtliche Umweltgruppen signalisieren Unterstützung.” Wie Jürgens berichtet, soll eine Bürgerinitiative (BI) „Rettet den Katzenbusch” gegründet werden. Jürgens: „Hier soll der Bürger im Vordergrund stehen und nicht die Politik, da dieses wichtige Thema keinen Spielraum für Parteiprofilierung besitzen soll.”
Jürgens ruft Interessierte auf, sich in der BI zu engagieren. Auch Institutionen können sich einbringen. Er erinnert auch an das vom NABU organisierte Treffen am Samstag, 30. Juli, um 16 Uhr am Eingangstor des Katzenbuschstadions.
Absprache erfolgt zunächst per E-Mail
Zunächst soll das weitere Vorgehen per E-Mail koordinierte werden (info@unser-katzenbusch.de). Jürgens: „Ergebnisse, Vorhaben, Treffen usw. werden wir auf der Homepage veröffentlichen.”
info E-Mail: info@unser-katzenbusch.de.
WAZ (29.07.11)
Kletterpark: Protest zieht weitere Kreise
Herten. Der Protest gegen den geplanten Kletterpark im Katzenbusch wird breiter. Nachdem sich Grüne und Nabu bereits
eindeutig gegen den angedachten Erlebnispark positioniert haben, formulieren nun auch weitere Teile der Politik ihre
vehemente Ablehnung. Aktuell diskutieren FDP, die Linke, die UWG, das HFB sowie Pro-Herten, wie Kletterpark und Bauhaushotel verhindert werden können.
„Bei allen Beteiligten besteht Einigkeit, dass hier kurzfristiges gemeinsames Handeln gegen diesen unsinnigen Plan gefragt ist”, so HFB- Fraktionschef Joachim Jürgens.
Geplant ist eine Bürgerinitiative „Rettet den Katzenbusch”, bei der indes der Bürger im Vordergrund stehen soll. „Bei diesem wichtigen Thema ist kein Spielraum für Parteiprofilierung.”
Wer mitmachen möchte, sollte sich melden (info@unser-katzenbusch.de ). Zudem nehmen Dr. med. Katrin Stephan und Joachim Peters auch telefonische Anfragen entgegen (02366 88 55 11; nach 19 Uhr). Ergebnisse, Vorhaben, Termine gibt es alsbald im Internet ( www.unser-katzenbusch.de ).
Jürgens: „Nach Pleiten wie den (Schrott)-Kunstobjekten Zechen im Schlosspark oder HyBike können wir der unsinnigen Zerstörung unserer Ökologie und Verschwendung von knappen Steuergeldern nicht tatenlos zusehen.” Er rät allen Kletterpark-Gegnern, am Samstag bei der Nabu-Protestveranstaltung dabei zu sein (16 Uhr, Katzenbusch). noa
„Waldlebensraum im Katzenbusch muss man in Herten erhalten“
29. Juli 2011 17:09
Von: Elke Marita Stuckel-Lotz, B90/Die Grünen, stellv. Landrätin — Betr.: Leserbriefe zum Thema Katzenbusch — HA vom 19. Juli/20. Juli
Ich bin ebenfalls entsetzt. Natur- und Artenschutz soll mit Füßen getreten werden. Auch die Anwohner sind nicht grade begeistert in Herten-Süd. Zwar bin ich keine Freundin mehr von Bürgerinitiativen, habe selbst schon etliche gegründet oder war Mitglied, viele sind dann auch nur „Lobbyisten“. Nur ihr gerade aktuelles Thema ist ihr Ding (meistens ein Problem vor ihrer Haustür) und ansonsten ist den meisten auch alles egal! Aber wenn bei der Ratssitzung in Herten für eine Erlebniswelt im Herten-Süd entschieden wird, würde ich als Hertenerin in dem Fall eine BI gründen. Oder der NABU als kompetenter Ansprechpartner kümmert sich um diesen Frevel an der Natur. Denn dieses Vorhaben Kletterpark und Erlebniswelt im Katzenbusch ist nicht als substanzieller Beitrag für Herten zu verstehen. Wir brauchen keinen bewirtschafteten Wald, sondern den Katzenbusch in seiner jetzigen Form. Es wird da viel kaputt gemacht und eine einmalige Arten- und Lebensraumvielfalt zerstört. Diesen einzigartigen Waldlebensraum im Katzenbusch muss man in Herten erhalten. Auf Ewald gibt’s doch Erlebnis-Tourismus in Hülle und Fülle – und womöglich dann noch Kamele und Esel mit Menschen huckepack auf die Halde. Da springe ich als Tierschützerin erst recht im Dreieck. Was für einen Quatsch lässt man sich noch ausdenken in Herten von Menschen, die ihre Visionen zu Papier bringen, Herten teils gar nicht kennen oder nicht hier wohnen und die dies auch nicht umsonst machen. Katzenbusch soll Katzenbusch bleiben – und nicht zum „Erlebnisbusch oder zu einer Müllhalde“ umfunktioniert werden! Schauen wir in unser Städteumfeld: Erlebnisparks haben wir überall und allerorten. Eigentlich ist der Bedarf gedeckt.
geschrieben am 29.07.11 19:42 Bjoerko 6 Beiträge
Nicht so ganz
….”Eigentlich ist der Bedarf gedeckt.”….
Kann ja nicht sein, wenn ein Unternehmen noch Potenzial sieht, oder?
Tiere sind ja wunderbar. Zum braten, kochen, grillen. Wälder sind auch ganz wunderbar. Woher soll man sonst seine Holzmöbel erhalten?
Man sieht: Wirtschaft ist immer wichtiger, als das subjektive Empfinden einiger Zeitgenossen, die schon anfangen zu heulen, wenn eine Milbenart ausstirbt.
geschrieben vor 4 Stunde 6 Minuten great1 20 Beiträge
Wird es echt gebraucht?
Wird ein Kletterwald wirklich gebraucht?
Bietet so eine Stadt wie Herten überhaupt das Kundenpotenzial, um ein solches Projekt zu etablieren?
Ich denke nicht, dass das ein Ansatz wäre!
Natürlich würde es am Anfang genutzt werden, denn Neues ist interessant. Wo aber sollen die Kunden in 5 Jahren her kommen? Es ist wohl eher der Wahnsinnsidee geschuldet, dass man im Rathaus glaubt, dass Herten ein besonderes Ausflugsziel ist oder gar werden könnte. Lassen wir die Kirche doch mal im Dorf. Herten ist l(i)ebenswert, aber nicht zu jedem gottverdammten Preis.
Hertener Allgemeine (24.07.11)
„ Von Baumhäusern aus direkt ins Schlafzimmer schauen?”
Von: Sonja Mittelstadt, Herten-Süd
Betr.: Kletterpark im Katzenbusch
Am letzten Sonntag saß ich mit meinem Lebensgefährten, meiner Freundin und deren Ehemann gemütlich beim Abendbrot zusammen, als wir auf das Thema „Kletterpark im Katzenbusch” kamen.
Ich wohne jetzt bereits über zehn Jahre hier und meine Freundin nur ein paar Häuser entfernt – ebenfalls auf der Jägerstraße. Wie müssen wir uns das wohl in Zukunft vorstellen? Eine Fläche so groß wie 14 Fußballfelder soll es werden. Baumhäuser mit Übernachtungsmöglichkeiten. Heißt das, dass demnächst vom gegenüberliegenden Baumwipfel Besucher aus ihren Baumhäusern direkt in mein Schlafzimmer schauen können? Werden wir weiterhin unsere Spaziergänge im Katzenbusch tätigen können? Was hat das für Auswirkungen auf die Tiere, die dort leben? Können Eichhörnchen, Fuchs und Co. weiterhin ungestört dort ihre Jun-
Müll und Touristen in Massen im Wald
gen großziehen, wo Touristen vielleicht in Massen durch den Wald springen und wahrscheinlich noch mehr Müll dort hinwerfen, als es sowieso schon getan wird? Kann ich meinen wohlverdienten freien Sonntag immer noch in Ruhe genießen oder werde ich bereits früh morgens von Gekreische oder akustischen Geräuschen vieler Menschen gestört? Muss ich mir weiterhin Sorgen machen bei der Krötenwanderung, die im ersten Viertel des Jahres stattfindet, oder wird es diese Tiere bald dort eh nicht mehr geben? Wie sieht es denn mit den Parkmöglichkeiten aus? Muss ich dann nach Feierabend lange suchen, bis ich einen Parkplatz in der Nähe meiner Wohnung gefunden habe? Wie wird das mit den Lamas und Eseln aussehen? Ist es tatsächlich wahr, dass die armen Tiere Menschen auf die Halde bringen sollen? Tagein – tagaus? Vielleicht der selbe Mitleid erregende Anblick wie auf der Kirmes, wo Pferde und Ponys stundenlang immer und immer wieder im Kreis laufen müssen! Alles vielleicht in unmittelbarer Nähe unseres Friedhofes?
Ein Investor aus Hessen hatte also diese glorreiche Idee. Hat wahrscheinlich selber ein schönes Haus in ruhiger Lage, wo niemand ihn stören kann! Wie würde es ihm wohl gefallen, wenn er so ein Projekt vor seine Haustür gesetzt bekäme?
Fragen über Fragen. Was denken meine Nachbarn darüber? Mache ich mir unnötig Sorgen oder sind sie berechtigt?
Ich würde jedenfalls gern mal Einblick in die genauen Pläne bekommen!
„Alternativ Zechenbrachen oder Halden nutzen und vermarkten“
17. Juli 2011
Von: Martina Herrmann, Bündnis 90/Die Grünen — Betr.: Bericht „Stadt schmiedet große Pläne für den Katzenbusch“ — Hertener Allgemeine vom 12. Juli
Der wertvolle Baumbestand sowie die zu schützenden Tier- und Pflanzenarten im Katzenbusch droht das Aus. Die Verwaltung hat große Pläne für den Katzenbusch im Hertener Süden. Lamas, Kletter- und ein Baumhauspark sollen unser jahrelang gepflegtes, von den Hertener Bürgern als Erholungsgebiet benutztes Kleinod ersetzen. Der Volkspark Katzenbusch soll sich naturnah zu einem Erlebnispark Katzenbusch wandeln. Der Wandel wäre die Zerstörung der Natur. Angrenzend befindet sich das Naturschutzgebiet Brandhorster Wald. Naturschutzgebiet wohl gemerkt und nicht: Naturvermarktungsgebiet! Hier würde man in eine intakte Natur eingreifen, welche in dieser Form nicht mehr wiederherzustellen wäre. Alternativ könnte Herten die vorhandenen Ressourcen wie Zechenbrachen oder Halde nutzen und vermarkten. Auch an diesen Standorten gäbe es die Möglichkeit, ähnliche Projekte zu verwirklichen.
Hertener Allgemeine (16.07.11)
Nein zu Prachtlama und Co.
Ausschuss für Arbeit, Stadtentwicklung und Umwelt lehnt Pläne für den Katzenbusch ab
VON FLORIAN ADAMEK
HERTEN. Baumhäuser im Katzenbusch – eigentlich eine tolle Idee. Aber: Mit welchem Verkehrsaufkommen wird gerechnet? Was ist mit den Parkplätzen? Und: Wo gehen die Kinder eigentlich zur Toilette, wenn sie in den Baumhäusern übernachten und nachts mal – Sie wissen schon – müssen?
Aber selbst auf die schlichte „Pinkel-Frage” bekam der Ausschuss für Arbeit, Stadtentwicklung und Umwelt (AS- TU) keine schlüssige Antwort – der „Vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. 8 ,Baumhauspark und Klettergarten im Katzenbusch’” bekam daraufhin nicht genügend JaStimmen. Am Ende standen bei zwei Enthaltungen neun Stimmen gegen neun Stimmen, womit der Antrag im AS- TU durchgefallen ist.
Selbst ein sehr kritischer Geist hätte im Vorfeld der Sitzung wohl nicht mit diesem Ergebnis gerechnet. Doch eine etwas dürftige Darlegung der Pläne von Seiten des Investors GAFÖG und der Stadt sorgten für Unmut und Ablehnung.
Aber die Befürworter der Pläne und Kletterfreunde müssen sich nicht lange grämen, „denn die SPD wird in der Ratssitzung am Mittwoch den Antrag befürworten”, sagt Carsten Locker, SPD-Fraktionsvorsitzender. „Die Ideen sind gut. Außerdem beraten wir in den Gremien noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt über die dann konkretisierten Pläne. Nämlich, wenn der Bebauungsplan aufgestellt werden soll”, erklärt der Sozialdemokrat seine wohlwollende Haltung – und damit wohl auch die der absoluten Ratsmehrheit am 20. Juli. Aber: „Die Fragen sind alle berechtigt und müssen in den kommenden Monaten auch wirklich beantwortet werden”, sagt Locker.
Zum Beispiel auch die Frage, auf welcher Zahlenbasis der Optimismus der Verwaltung basiert. Denn im Verlauf der Debatte wurde der Eindruck vermittelt, die gesamte wirtschaftliche Entwicklung des Hertener Südens läge auf den haarigen Rücken von Prachtlamas und einer WildeselHerde. „Das allein ist einfach etwas wenig”, sagt Ausschussvorsitzender Stefan Grave, der zusammenfasst: „Verwaltung und Projektträger haben einfach noch nicht ihre Hausaufgaben gemacht.”
Einen Eindruck, den die übrigen Fraktionen teilten. Alle stimmten gegen die Vorlage. „Vor allem auch, weil BUND und Nabu im Rahmen der Debatte größte Bedenken gegen die Baumhaus-Pläne äußerten”, sagt Joachim Jürgens vom Hertener Fraktions Bündnis. Der Stimme enthalten haben sich übrigens Dr. Thomas Panagiotidis und Helene Wolper-Goldhausen, die beide als sachkundige Bürger von der SPD in den Ausschuss berufen wurden.
Hertener Allgemeine (19.07.11)
„Profitieren werden nur Investoren Rabenvögel, Mäuse und Ratten”
Von: Herbert Beste, NABU-Vorstand Ortsgruppe Herten
Betr.: Bebauungsplan Baumhauspark und Klettergarten im Katzenbusch
diverse Berichte
Zunächst einige Feststellungen: Herten nimmt im Kreis Recklinghausen die letzte Stelle in Bezug auf seinen mit Wald bestandenen Flächenanteil ein. Hier die Daten:
- BRD: 33 %
- Kreis RE: 25 %
- Herten: 14,2 %
Wir schädigen und entwalden Herten immer weiter. Zur Verdeutlichung sei nur an die Kahlschläge Hertener Mark, Erlenbestand Uferstraße und Burgenland im Naturschutzgebiet Schlosswald erinnert. Und jetzt ein neuer Angriff auf weite Flächen des Katzenbusches. Dieser Wald ist einzigartig in seiner Schönheit, besonders mit seinem alten Buchenbestand. Diese Buchen sind nach Experten-Aussage be
sonders empfindlich gegen Trittbelastung. Daher könnte das Vorhaben zum vorzeitigen Absterben führen (Baumgutachter). Außerdem ist die Strauchschicht dort üppig und würde bei der Verwirklichung des Kletterwaldes weichen müssen. Zudem führt dieses Bauvorhaben auch zur Vergrämung der Tierwelt. Typische Waldbewohner im Katzenbusch sind noch Fledermäuse (Abendsegler und Zwergfledermaus), Schwarzspecht, Buntspecht, Kleiber, Baumläufer, Hohltaube und Waldkauz. Da sich am Empfangsgebäude keine Toiletten in unmittelbarer Nähe befinden, ist davon auszugehen, dass einige Besucher hier ihre Notdurft verrichten und Essensreste im Gelände belassen werden. Das führt zur unerwünschten Veränderung der Strauch- und Krautschicht. Profitieren werden neben den Investoren nur Rabenvögel, Mäuse und Ratten. Wollen wir das? Die Akteure sind der Baurat und die SPD-Fraktion.
WAZ-HERTEN (16.07.11)
Naturschutz soll nicht zu kurz kommen
Diskussion im Ausschuss: Wie würde sich ein Kletterpark auf Flora und Fauna auswirken? Knackpunkt Toiletten
Herten. Was würde ein Baumhaus- und Kletterpark, wie ihn die Gemeinnützige Arbeitsförderungsgesellschaft Gelsenkirchen (Gafög) im Katzenbusch umsetzen möchte (WAZ berichtete), für die Natur bedeuten? Eine Frage, die jetzt den Ausschuss für Arbeit, Stadtentwicklung und Umwelt bewegte. „Wir haben die Anregung bekommen, mit
dem Thema Naturschutz und den Auswirkungen auf Flora und Fauna frühzeitig umzugehen”, berichtet Stadtplaner Ralf Terpoorten und betont: „Das wird stattfinden.” Ziel sei es, „maximal schonend mit der Natur umzugehen”. Noch stehe man aber am Beginn des Projekts, Fragen wie diese müssten noch geklärt werden. Worüber zudem intensiv nach
gedacht werden müsse, seien die Sanitäranlagen. „Es gibt welche im Bereich der Sportanlagen”, so der Stadtplaner, die müssten umgebaut werden. Das sei so aber noch nicht zur Zufriedenheit der Ausschussmitglieder gewesen.
An eine Umzäunung des Areals sei im Übrigen nicht gedacht: „Natürlich würden alle Spaziergänger den Wald genauso nutzen können wie jetzt auch.” Positiv sei von Ausschussmitglieder bewertet worden, dass im Katzenbusch ein touristisches Angebot geschaffen werden soll. Schließlich gehe es auch darum, „eine Verknüpfung von Haldenlandschaft und Herten-Süd hinzukriegen”.
Dr. Stefan Lob (Gafög) stellte neben dem Kletter- und Baumhauspark ein Vergleichsprojekt vor: den Bottroper Bernepark, wo nicht in luftiger Höhe, dafür aber in Kanalrohren genächtigt werden kann.
Letztlich endete die Abstimmung im Patt; die Oppositionsparteien und zwei sachkundige Bürger stimmten gegen den Beschlussvorschlag. Nun ist Mittwoch der Rat am Zug. Nig


2 Kommentare
Manfred Michael Schwirske
15. Juli 2012 von 7:44 pm (UTC 0) Link zu diesem Kommentar
Der Stumpfsinn alle pro-Vertreter ergibt sich daraus, dass diese den Sachverhalt nicht zur Kenntnis nehmen oder leugnen, dass gleichzeitig etwas genommen, zerstört, beeinträchtigt, behindert wird.
Was dazu führt, dass nicht einmal eine Abwägung vorgenommen wird, deren Fazit diese Zustimmung ist. Das wäre vielleicht akzeptabel.
Eine intensive Nutzung als Kletterpark konkurriert jedoch faktisch mit der traditionellen andersartigen, weniger intensiven Nutzung. Es gibt darum keine gegenseitige Verträglichkeit der Ansprüche. Auch wenn das Gegenteil behauptet wird.
Und insofern entstehen Gewinner und Verlierer, wenn es zur Realisierung kommt.
Die einseitige Thematisierung deckt darüber den Schleier der Nichtzurkenntnisnahme bzw. der Verdummung und verhindert so die Diskussion ueber Alternativstandorte. DAS ist das Unerträgliche des Streitfalles.
ncc1541
4. August 2011 von 6:07 am (UTC 0) Link zu diesem Kommentar
Guten Morgen,
ich verfolge die Entwicklung der Projekte im und um den Katzenbusch schon seit geraumer Zeit. Ich wundere mich ein wenig über die willkürliche Desinformation vieler Menschen in Herten. Bereits zu Beginn des Jahres habe ich vom Informationsabgebot des Nutzungsmanagenents im Büro an der Ewaldstraße Gebrauch gemacht. Ich persönlich finde die Idee des erlebnisorientierten Lernens gut. Ich verstehe einfach nicht, wie es kommt, dass einige Menschen, auch meine akademisch vorgebildeten KollegInnen, nicht in der Lage sind, sich trotz des Informationsangebots umfassend zu informieren. Und mit dem Halbwissen wird dann argumentiert. Entweder liegt es also an deren selektiven Wahrnehmung oder am deren Vorsatz. Schaue ich mir nämlich das hinter den einzelnen Projektbausteinen liegende Gesamtkonzept an, dann staune ich nicht schlecht, über die oberflächliche Argumentation der Gegner. Mit der Realisierung sind einige Intentionen verbunden, die ich nur kurz anreißen möchte:
- salutogenetische Aspekte
Beitrag zur Gesunderhaltung durch Bewegung mit besonderem Anreiz
- naturpädagogischer Aspekt
Lernen in der Natur über die Natur und von der Natur; Wertschätzung und Respekt vor Mensch, Fauna und Flora
- therapeutischer Aspekt
Wiedergesundwerden gerade bei psychischen Erkrankungen
- arbeitsmarktpolitischer Effekt
Es entstehen Arbeitsplätze, zwar nicht Hunderte aber mehr als 15 teils für geringqualifizierte Menschen
- demographischer Effekt
Herten verliert seit Jahren massiv Einwohner. Gehe ich auf den Wochenmarkt, kann ich die Folgen sehen: eine massive Überalterung. Junge Menschen können jedoch nur über ein attraktives Wohnumfeld angelockt werden.
- Ökonomische Effekte
Ein Blick in die Hertener Ökonomie ist besorgniserregend. Von den Projekten gehen einige direkt Impulse aus, wie gastronomische, handwerkliche etc. und indirekte wie Zuzug junger Familien etc.
Diese Informationen sind im Projektbüro als Holschuld erhältlich. Und wer konstruktiv mitreden möchte, muss informiert sein.
Mit Gruß und Kuss
der Fidibus